Zwei Tage, viel gemeinsame Probenzeit und eine Aussicht zum Verlieben: Am vergangenen Wochenende waren wir in Morschach, hoch über dem Vierwaldstättersee, um uns gezielt auf unsere Konzerte vorzubereiten. Wer mag, taucht mit uns ins Wochenende ein.

Einmal im Jahr, jeweils im September, packen wir die Notenmappen ein und ziehen uns für ein ganzes Wochenende zurück. Der Grund? Unsere Jahreskonzerte Ende Oktober, Anfang November rücken näher. An zwei intensiven Tagen bereiten wir uns gezielt darauf vor. So war es auch dieses Jahr.

Der Ort hätte kaum schöner sein können: das Mattli Antoniushaus in Morschach, hoch über dem Vierwaldstättersee. Von der Terrasse aus schweift der Blick über den Vierwaldstättersee bis hinüber zum Rütli, jener Wiese, auf der 1291 der Legende nach die Eidgenossenschaft ihren Anfang nahm. Ein Bergpanorama, das sich sehen lassen kann, und ein Ambiente, das seit einigen Jahren fest zu unserem Chorwochenende gehört.

Ankommen, Kaffee, los geht’s

Am Samstagmorgen trafen wir ab 09:00 Uhr nach und nach ein, bezogen die Zimmer und fanden uns zunächst im kleinen Café zusammen, bei Kaffee und Gipfeli, bevor es mit der Probe ernst wurde. Übrigens: Die Motivation der Chormitglieder war spürbar gross. Eine Sopranistin liess sich sogar trotz verletztem Fuss anreisen, weil sie dieses Wochenende auf keinen Fall verpassen wollte.

Was ein Chorwochenende so wertvoll macht? Zeit. Während wir sonst montagabends rund anderthalb Stunden proben, haben wir hier die Zeit, richtig in die Tiefe zu gehen. Unser Chorleiter Alessandro Limentani gab uns wieder wertvolle Tipps, die Art von Hinweisen, durch die unsere Stimmen seit seinem Einstieg im Januar 2025 spürbar gewonnen haben.

Filmmusik in allen Facetten

Danach ging es ans Herzstück: unser Konzertprogramm rund um das diesjährige Thema Filmmusik (mehr dazu in unserem Beitrag zum Konzertthema 2026). Über den ganzen Tag hinweg nahmen wir uns jedes Stück einzeln vor, arbeiteten in die Tiefe und füllten die Notenblätter mit Anmerkungen. Intensiv, konzentriert, mit Herzblut und viel Freude.

Abendrot, Buffet und gute Gespräche

Am Abend liessen wir den Tag in geselliger Runde ausklingen. Am feinen und abwechslungsreichen Buffet war für jeden Geschmack etwas dabei, und auf der Terrasse genossen wir nicht nur das feine Essen, sondern auch den wunderschönen Blick auf den Fronalpstock und die umliegenden Berge, die im warmen Abendrot leuchteten. Eine traumhafte Kulisse, die den Abend perfekt machte.

Später zog es einige noch ins Dorf, während andere den Abend in gemütlichen kleinen Runden bei angeregten Gesprächen und guter Stimmung verbrachten.

Der Sonntag: alles fügt sich

Nach dem Frühstück und dem Auschecken frischten wir am Sonntagvormittag das am Vortag Erarbeitete auf, damit es wirklich sitzt, und sangen das Konzertprogramm am Nachmittag einmal durch.

Dass sich nach zwei Tagen intensiven Singens bei der einen oder anderen Stimme langsam eine leichte Heiserkeit bemerkbar machte, nahmen wir mit einem Schmunzeln in Kauf. Gegen 15:00 Uhr packten wir zusammen und die Runde löste sich langsam auf. Wir machten uns mit vollen Köpfen, glücklichen Herzen und Filmmusik im Ohr auf den Heimweg.

Ein Wochenende, das uns musikalisch und menschlich ein grosses Stück weitergebracht hat. Nun üben wir weiter mit vollem Einsatz, damit wir bei den Konzerten einen starken Auftritt hinlegen und unser Publikum hoffentlich mit auf eine kleine Filmreise nehmen können. Die Termine finden Sie auf unserer Auftrittsseite. Wir freuen uns auf Sie!